*Hinweise

Kunstwerke der so genannten Kernsammlung

Im Schenkungsvertrag vom September 2001 hatte Gustav Rau verfügt, dass eine so genannte Kernsammlung für 25 Jahre gezeigt werden soll. Eine entsprechende Liste von Werken sollte UNICEF im Nachgang erhalten. Leider war es Dr. Rau nicht mehr möglich, UNICEF eine endgültige Aufstellung zur Verfügung zu stellen. Im Nachlass sind jedoch Entwürfe erhalten, auf die UNICEF sich bezieht.

153 Gemälde und Skulpturen sollen demnach bis 2026 für Ausstellungen zur Verfügung stehen. Eine Öffnungsklausel im Schenkungsvertrag sieht allerdings vor, dass von der Fristsetzung abgewichen werden kann, wenn „konkrete Umstände“ diese als „nachteilig“ erweisen. Dazu gehören Fälle von Restitution - wie 2010 beim „Meister von 1419“. 2013 wurde ein Werk von Camille Corot, „Die Algerierin“, verkauft, weil UNICEF eine Summe geboten wurde, die weit über dem Weltrekord für diesen Künstler lag.

Nach Meinung des von Dr. Rau eingesetzten Kunstbeirats musste UNICEF ein solches Angebot annehmen, da es außergewöhnlich hoch war. Eine Ablehnung hätte gegen Buchstaben und Geist des Schenkungsvertrages verstoßen. Auch die deutsche Stiftungsaufsicht stimmte dem Verkauf ausdrücklich zu. Bis auf diese beiden Ausnahmen gehören alle Werke der so genannten Kernsammlung zum insgesamt rund 250 Werke umfassenden Konvolut langfristiger Leihgaben im Arp Museum Bahnhof Rolandseck in Remagen bei Bonn.